Kurzinfo zur Gemeinde

Zahlen & Fakten

Geschichte: 
Erste urkundliche Aufzeichnungen über Neuhaus stammen aus dem 13. Jahrhundert. In einer Urkunde aus dem Jahre 1288 wird ein Nicla von dem Newenhavse als Besitzer der Burg Neuhaus erwähnt. Er dürfte ein Ministeriale der Grafen von Heunburg gewesen sein. Später fiel Neuhaus an die Pfannberger, dann an die Aufensteiner, ehe es in den Besitz der Herzöge von Österreich kam. Als die Ungarn in unser Land eindrangen, setzten sie das Schloss 1481 in Brand. Neuhaus wurde neuerlich aufgebaut und gehörte anschließend zum Besitz der Herrschaft Bleiburg. In der Folge wechselte der Besitz noch einige Male seinen Besitzer. Heute befindet sich das renovierte Schloss im Besitz des Industriellen Dkfm. Herbert Liaunig.
Die Gemeinde selbst wurde im Jahre 1958 gebildet. Seit 1980 ist die Gemeinde zur Führung eines Wappens berechtigt.

Fläche:                    
36,31 km²

Einwohner:                           
1285

Nachbargemeinden:             
Nordost:   Lavamünd
West:        Ruden
Südwest:  Bleiburg
Südost:     Ravne u. Dravograd (SI)

Lage:                                   
Die Gemeinde Neuhaus befindet sich am östlichsten Außenrand des Grenzbezirkes Völkermarkt. 10 km ihrer Gemeindegrenze sind gleichzeitig auch Staatsgrenze zu Slowenien.

Gerichtsbezirk:                    
Bleiburg

Bevölkerungsverteilung:     
Die Siedlungsschwerpunkte bzw. Ortschaften mit den relativ höchsten Einwohnerzahlen liegen im unmittelbaren Einflussbereich der Bleiburger Bundesstraße B 81.
Bevölkerungszunahmen in den Orten entlang der Bleiburger Bundesstraße mit Ausnahmen von Hart (-12 %) und dem Gemeindehauptort Neuhaus (-4 %). Entsiedlungstendenzen in den südlichen Berglagen hin zur slowenischen Grenze.

Gemischtsprachigkeit:         
Deutsch        83,3 %
Slowenisch   14,1 %
Windisch        2,4 %

Bevölkerungsentwicklung:  
Die Bevölkerungszahlen konnten in der Gemeinde Neuhaus in den letzten 10 Jahren mehr oder weniger konstant gehalten werden.

Negative Geburtenbilanz: -8,5 % (mehr Sterbefälle als Geburten)
Positive Wanderungsbilanz: 8,7 % (mehr Zuzüge als Fortzüge)

Nach einer Bevölkerungsprognose durch das österreichische Institut für Raumplanung wird die Wohnbevölkerung der Grenzregion Völkermarkt im Zeitraum 1996 - 2006 um - 2,7 % abnehmen.
Hauptverantwortlich dafür ist die prognostizierte negative Wanderungsbilanz bei nur leicht positiver Geburtenbilanz.

Politischer Bezirk:               
Völkermarkt

Schwerpunkte:                    
In den letzten Jahren ist es gelungen die Infrastruktur in der Gemeinde entscheidend zu verbessern. So konnten neben dem ständigen Ausbau des weitläufigen Wegenetzes auch Maßnahmen für den Fremdenverkehr (Wassererlebnisweg, touristische Initiativen) sowie die Modernisierung der Volksschulen und deren Ausstattung mit Turnsälen abgeschlossen werden. Auch der Neubau des zweigruppigen Kindergartens war in den letzten Jahren ein Meilenstein in der Weiterentwicklung des kommunalen Lebens in der Gemeinde.

Durch die Privatinitiative "Wir laden zum Had´n", die die Vermarktung von Had´nprodukten (Had´n ist die landläufige Bezeichnung des Buchweizens) zum Ziel hat, soll die Region ein eigenes Profil erhalten und die Möglichkeit geschaffen werden, für das ohnehin wirtschaftlich schwache Gebiet neue Erwerbsmöglichkeiten zu eröffnen.